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21. April 2018

Rheinische Post: Schulen brauchen mehr Hilfe gegen Gewalt


Düsseldorf (ots) - von Reinhard Kowalewsky

Die steigende Zahl von Straftaten in Schulen lässt aufmerken,
insbesondere die zunehmende Gewalt: Denn wenn es 2017 6200
Strafanzeigen wegen Körperverletzung im Klassenraum oder auf dem
Pausenhof gab, ist das nur die Spitze des Eisberges. Die meisten
Opfer von Prügelattacken trauen sich nicht, ihre Peiniger anzuzeigen
- die Dunkelziffer dürfte hoch sein. Nur bei besonders schweren
Straftaten wie Messerattacken oder Vergewaltigungen ist davon
auszugehen, dass die Behörden von den meisten Taten erfahren. Was ist
zu tun? Die Gesellschaft als Ganzes muss klarmachen, dass Gewalt im
Alltag und erst recht in Schulen nichts zu suchen hat. Die Schulen
brauchen mehr Psychologen und Sozialarbeiter, um schwierige Schüler
besser integrieren zu können. Lehrer und Eltern müssen mehr
hinschauen: Opfern muss zugehört, zu Strafanzeigen sollte angeregt
werden. Und der Staat sollte klare Kante gegen Jugendgangs zeigen -
der Gewaltkult unter manchen jungen Männern mit Migrationshintergrund
kann nicht hingenommen werden. Für Hysterie gibt es dennoch keinen
Anlass: Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten ein relativ
gewaltloses Land geworden. Das muss so bleiben.



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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