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19. April 2018

Drawdown: Europa geht neuen Weg im Klimaschutz / dena, EIT Climate-KIC und European Climate Foundation starten Initiative für Entwicklung und Kommunikation von Klimaschutzlösungen


Berlin (ots) -

In Anlehnung an die globale Klimaschutzinitiative "Project
Drawdown" hat ein Bündnis von Energie- und Klimaschutzorganisationen
einen europäischen Ableger gegründet. "Drawdown Europe" wird als
Zentrum für Forschung, Innovation, Umsetzung und Demonstration von
Klimaschutzlösungen in Europa dienen. Engagierte Menschen aus
Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft können sich an der
Initiative beteiligen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen
austauschen. Gestartet wurde die Initiative mit einer internationalen
Veranstaltung am 17. April in Berlin, angestoßen von der Deutschen
Energie-Agentur (dena), EIT Climate-KIC und der European Climate
Foundation (ECF) in Kooperation mit Project Drawdown.

"Es ist Zeit, dass Europa seine Klimaschutzbemühungen in einen
neuen Kontext stellt", sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der
dena-Geschäftsführung, bei der Eröffnung der Veranstaltung. "Project
Drawdown zeigt, wie man dabei vorgehen kann, so dass neue
Kooperationen, Perspektiven und Projekte entstehen. Es ist ein
außergewöhnliches Bündnis einiger der klügsten Köpfe im Bereich
Energie und Klimaschutz; ein Forschungs- und Kommunikationsprojekt,
das das Potenzial hat, die Welt zu verändern. Ähnlich wollen wir auch
in Europa die vielen Initiativen, die es bereits gibt,
zusammenbringen und stärken, mit einem Fokus auf Chancen und
Möglichkeiten, nicht auf Bedrohungen und Ängste. Deshalb starten wir
Drawdown Europe."

Chad Frischmann, Vizepräsident und wissenschaftlicher Leiter von
Project Drawdown: "Drawdown Europe eröffnet spannende Perspektiven
für unser gemeinsames Ziel, die Erderwärmung gering zu halten. Europa
bietet dafür gute Voraussetzungen: exzellente Wissenschaft, starke
Wirtschaft und, an vielen Stellen, politischen Willen. Die
Europäische Union treibt Klimaschutz voran. Länder wie Deutschland
mit seiner Energiewende und Frankreich mit seiner transition
énergétique geben ermutigende Beispiele. Auf allen Ebenen der
Gesellschaft sind Menschen bereit, sich zu engagieren. Wenn wir es
schaffen, diese Aktivitäten auf Drawdown als Kernziel zu
konzentrieren, wird das eine große Inspiration für alle sein, auch
über Europa hinaus."

Kirsten Dunlop, Hauptgeschäftsführerin von EIT Climate-KIC: "Eine
der größten Hürden für den Klimaschutz ist die Ungleichheit im Zugang
zu Wissen, Innovation und Training. EIT Climate-KIC verfügt über viel
Expertise, Einblick und Leistungsfähigkeit im Bereich Innovation und
Klimaschutz. Wir freuen uns darauf, diese bei Drawdown Europe
einzubringen. Umgekehrt werden wir von der Forschung und den Analysen
profitieren, die die Drawdown-Plattform für lokale und globale
Anwendungen zur Verfügung stellt. In der Partnerschaft mit der dena,
ECF und der Drawdown-Community kommen Vorreiter für den Wandel
zusammen, die sich gut ergänzen und Lösungen im großen Maßstab
anstoßen können."

Martin Rocholl, Leiter des Deutschlandprogramms der European
Climate Foundation: "Project Drawdown zeigt: Die Lösungen sind
vorhanden. Jetzt muss die Politik handeln und den politischen und
wirtschaftlichen Rahmen setzen, damit diese Lösungen so schnell wie
möglich realisiert werden können. Der politische Anspruch entspricht
derzeit nicht dem bereits vorhandenen Innovationspotenzial."

Bei der Auftaktveranstaltung sprachen unter anderem Svenja Schulze
(Bundesumweltministerin), Hans Joachim Schellnhuber (Direktor des
Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Botschafter von
Climate-KIC), Jules Kortenhorst (CEO, Rocky Mountain Institute, USA),
Per Espen Stoknes (Psychologe und Ökonom, Norwegen) und Lucia
Bakulumpagi-Wamala (Unternehmerin, Uganda).

Weitere Informationen über Drawdown Europe unter
www.drawdowneurope.eu.

Über Drawdown

Drawdown steht im Klimaschutz für den Moment, in dem die
Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ihren Höhepunkt
erreicht und beginnt abzunehmen. Project Drawdown ist eine
gemeinnützige Organisation. Sie wurde 2013 gegründet und setzt sich
dafür ein, Drawdown als Kernziel für die Menschheit zu etablieren und
entsprechende Maßnahmen anzustoßen. Dafür kartiert, misst, berechnet
und kommuniziert Project Drawdown die wichtigsten Lösungen zur
Eindämmung der Erderwärmung. Das Team besteht aus über 60
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Kontinenten und
über 120 Beraterinnen und Beratern aus den Bereichen Wissenschaft,
Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur etc.

Project Drawdown hat 100 aktuelle Lösungsansätze ausgewertet.
Diese können in sieben Bereiche zusammengefasst werden: Gebäude und
Städte, Stromerzeugung, Nahrung, Landnutzung, Wertstoffe, Transport
sowie Frauen und Mädchen. Die Lösungen, die nach den Untersuchungen
von Project Drawdown zum Beispiel am meisten erreichen, sind
Kältetechnik, Windkraftanlagen (an Land) und die Reduktion von
Nahrungsmittelabfällen. Die Szenarien zeigen, dass Drawdown bis 2050
erreicht werden kann. Alle 100 Lösungen sind in dem Buch "Drawdown:
The Most Comprehensive Plan Ever Proposed to Reverse Global Warming"
für ein breites Publikum aufbereitet.

Weitere Informationen über Project Drawdown unter
www.drawdown.org.

Ein Video von Chad Frischmann und Andreas Kuhlmann zu Drawdown
Europe steht zur Verfügung unter https://bit.ly/2IYwOV1.



Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Dr. Philipp Prein,
Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 66 777-641, Fax: +49 (0)30 66 777-699,
E-Mail: presse@dena.de, Internet: www.dena.de

Original-Content von: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/43338/3919141

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